Häusliche Gewalt und mangelnde US-Krankenversicherungen

Gestern sah ich einen Aufruf auf Facebook, dass die Mutter einer Arbeitskollegin unserer amerikanischen Niederlassung von ihrem Lebenspartner schwer verletzt wurde, im Krankenhaus ist, keine Krankenversicherung hat und deshalb ihre Tochter etwas Geld bei GoFundMe für sie sammelt.
Okay, nach meinem neuen lockereren Umgang mit Spenden bekommt sie halt einfach mal 50$. Einfach ohne Nachfrage. Kann ich mir leisten. Dann solls gerne jemand anderem helfen.

So generell finde ich Länder, in denen das staatliche soziale Netz nicht hinreichend ausgebaut ist ja irgendwie … jämmerlich … marode … verbesserungsbedürftig. Wenn das in einem Entwicklungsland der Fall ist, finde ich das natürlich nicht gut, aber die haben und hatten einfach noch nie den Wohlstand, so etwas wichtiges bevölkerungsweit finanziell zu tragen. Die USA stellt da den lächerlichen Einzelfall einer theoretisch sehr reichen Gesellschaft – in der das aber auch nicht funktioniert. In diesem Falle ist das einfach nur sehr peinlich. Das Erfinderland des Kapitalismus. Tja, da muss dann halt auch für alles von jedem selber gezahlt werden, geschenkt bekommt man nichts. Geil für alle, die in der Fressenspyramide oben stehen – totale Scheiße für alle ganz unten. 45 Millionen US-Amerikaner (und damit 15% der Gesamtbevölkerung, bei den Hispanics sogar 32%) sind nicht krankenversichert (allgemein ist das ein interessanter und recht erschütternder Wikipedia-Artikel). Das ist viel. Die armen Schweine, kann man da nur sagen.

Des weiteren finde ich häusliche Gewalt (auch wieder ein langer und nicht sonderlich fröhlich zu überfliegender Artikel) nicht gut und jedem Opfer hiervon sollte unsere vollste Unterstützung zuteil werden. Immerhin haben etwa 25% der Bevölkerung bereits häusliche Gewalt erfahren. Das ist tatsächlich so viel, dass man in der eigenen Verwandtschaft bereits traurige Beispiele kennt (ich zumindest).

Das langt mir jetzt aber vorerst auch an Lesen und Schreiben zu besagten Themen. Bevor ich überhaupt ein was zum Hintergrund gelesen hatte, war die Spende ja auch schon draußen. 🙂

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